Der Bootstourismus auf der Lahn nimmt immer mehr zu. Das bedeutet an der Bootsanlegestelle Dorlar in den Sommermonaten eine steigende Belastung für die Anwohner und Kirchgänger. Um diese Situation zu entschärfen, schlägt die CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung Lahnau eine Verlegung der Bootsanlagestelle Dorlar vor.

Jährlich befahren rund 70.000 Touristen die Lahn. Bei diesem Bootstourismus ist Dorlar eine zentrale Anlaufstelle für Teilstrecken, die von den Touristikunternehmen und Bootsverleihern angeboten werden. Besonders am Wochenende von Freitag bis Sonntag herrscht in den Sommermonaten durch Fahrzeuge und Personen ein reger Betrieb, auch schon in den frühen Morgenstunden, was sowohl die Anwohner als auch die Kirchgänger als eine zunehmende Belastung beklagen.

Die CDU-Fraktion stellt daher in der Gemeindevertretung Lahnau den Antrag, dass der Gemeindevorstand beauftragt wird, die Verlegung der Dorlarer Bootsanlegestelle am Lahnuferweg auf die gegenüberliegende Lahnseite zu prüfen. Dabei könnte die Verlegung auf die Seite hinter das kleine Wäldchen erfolgen. Im Antrag der CDU-Fraktion wird auch darauf hingewiesen, dass bereits eine Zufahrt von der Lahnbrücke aus vorhanden ist, sodass sich die Kosten für die Verlegung der Bootsanlegestelle in Grenzen halten lassen. Nach Meinung der CDU-Fraktion kann die Slipanlage für größere Boote an Ort und Stelle erhalten bleiben.

Von den Anliegern an den Straßen Hollersberg und Apfelberg wurde schon öfters darauf hingewiesen, dass beim Einbiegen von diesen Straßen in die Gießener Straße ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko besteht, da die Sicht beim Einbiegen in die Gießener Straße und somit auf den fließenden Verkehr begrenzt ist.

Die CDU-Fraktion hat daher in der Gemeindevertretung Lahnau den Antrag gestellt, den Gemeindevorstand aufzufordern, dass er den Bürgermeister der Gemeinde Lahnau als Straßenverkehrsbehörde bittet, an diesen neuralgischen Punkten Verkehrsspiegel anbringen zu lassen, damit für die Verkehrsteilnehmer ein ausreichender Einblick und somit ein gefahrloseres Einbiegen in die Gießener Straße möglich ist.

Die Anlieger haben schon wiederholt den Vorschlag gemacht, einen Verkehrsspiegel anzubringen, ohne dass bisher etwas geschehen ist. Die Situation wird dadurch erschwert, dass in diesem Bereich der Gießener Straße die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht immer eingehalten wird. Die CDU-Fraktion unterstützt daher den Vorschlag der Anlieger, durch das Anbringen eines Verkehrsspiegels zu einer wesentlichen Entschärfung der Gefahrensituation beizutragen.

Als besonders gravierend ist die Situation bei der Einmündung vom Hollersberg in die Gießener Straße zu bezeichnen, da wegen des Kurvenverlaufs der Straße die Sicht nach beiden Seiten begrenzt ist. Vermutlich müsste daher an dieser Stelle ein Doppelspiegel angebracht werden, der die Sicht nach beiden Seiten entsprechend verbessert. Bei der Einmündung vom Apfelberg ist demgegenüber vor allem die Sicht nach links begrenzt, sodass an dieser Stelle ein Verkehrsspiegel, der eine erweiterte Sicht nach links ermöglicht, bereits eine wesentliche Verbesserung der Verkehrssicherheit darstellen würde.